Sind gekaufte Säfte immer Vegan?

Ein großer Vorteil beim Einsatz eines Entsafters ist zweifelsohne genau zu wissen was drin ist. Und wenn oben nur Obst und Gemüse in den Entsafter oder die Saftpresse kommen, dann kommt nicht nur ein vegetarischer, sondern auch ein veganer Saft heraus. Das gilt für selbstgepresste Säfte, aber leider nicht für alle gekauften Säfte.

2012 sorgte eine Pressemitteilung von Foodwatch für Aufsehen. In dieser wurde berichtet, dass es eine Reihe von Produkten gibt, in denen auch tierische Produkte zu finden sind bzw. bei deren Herstellung tierische Produkte verwendet wurden.

So wurden bei der Herstellung von Multivitaminsäften auf Gelatine zurückgegriffen. Ein Verfahren, das auch bei Apfelsäften teilweise verwendet wird. Die Gelatine dient dazu naturtrübe Säfte zu klären. Jeder dritte Apfelsaft, zumindest war das noch 2016 so, war bei der Herstellung damit nicht vegan und kein rein pflanzliches Produkt.

Wird Gelatine einem Lebensmittel als Zutat zugesetzt, dann muss diese auf der Zutatenliste stehen. Das gilt aber wohl immer noch nicht, wenn sie zum klären verwendet wird. Betroffen davon sind übrigens nicht nur Säfte, insbesondere der Apfelsaft, sondern auch Essige. Warum ist das so? Da die Gelatine bei der Herstellung verwendet wird und wieder herausgefiltert wird, gilt sie eben nicht als Zutat. Veganer und Vegetarier werden sich aber wohl kaum darüber freuen, dass dennoch totes Tier bei der Herstellung verwendet wurde.

Um sicher zu gehen, dass keine Gelatine für die Saftherstellung verwendet wurde, gibt es nur zwei Möglichkeiten. Man versucht aktuelle Infos vom Hersteller zu bekommen (da es auf dem Etikett ja leider nicht drauf stehen muss). Oder man besorgt sich einen Entsafter und stellt den Saft selbst her.

Pressemitteilung Food Watch

Schreibe einen Kommentar