Smoothie Grundlagen

Wer gerne frisch gepresste Säfte trinkt, wird über kurz oder lang auch auf das spannende Thema Smoothie stoßen. Zwar eignet sich ein Entsafter nicht zum Smoothie machen, dennoch ist es eine gesunde Überlegung, ab und an auch die kalten Mixgetränke aus Obst und Wasser oder Milchprodukten mit in den Ernährungsplan aufzunehmen.

Unterschied Smoothie und Saft aus dem Entsafter

Der Unterschied zwischen einem Smoothie und einem Saft aus einem Entsafter oder auch aus einer Saftpresse ist recht einfach. Beim Entsafter und bei der Saftpresse erhält man am Ende Saft und Reste. Der sog. Trester, die Reste aus dem Obst und Gemüse, werden meist entsorgt. Beim Smoothie wird die gesamte Frucht zu einem Mischgetränk verarbeitet. Zum Beispiel wird aus dem Apfel so ein Apfelmus hegestellt, der, damit er trinkbar wird, eben mit Wasser aufgefüllt wird. Damit erhältst Du alle Nährstoffe des Apfels.

Besonders sämig und cremig werden Smoothies, wenn das Fruchtfleisch bzw. das Fruchtpüree mit Milch, Joghurt oder Kokosmilch gemischt wird.

Smoothies selbst machen

Zwar gibt es Smoothies auch fertig zu kaufen, aber den richtigen gesunden Kick gibt ein solches Getränk immer dann, wenn es selbst gemacht wird.  Dann hast du die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe und weißt wie frisch die einzelnen Zutaten bei der Zubereitung sind.

Ein Smoothie ist ein Weichsaft

Übrigens, smooth kommt aus dem englischen und bedeutet soviel wie geschmeidig, glatt oder auch weich. Damit lässt sich Smoothie auch mit Weichsaft oder Püreesaft übersetzen. Das zeigt recht deutlich, dass bei diesem Getränk mehr im Glas ist außer Saft.

Wie stelle ich einen solchen gesunden Saft her?

Für einen Saft sollte es ein Entsafter oder für einfach Säfte aus Zitrusfrüchte eine Saftpresse sein. Natürlich gibt es inzwischen auch Smoothie Maker, aber für die meisten Zutaten bzw. Rezepte reicht zur Zubereitung ein leistungsfähiger Standmixer aus. Werden vor allem weiche Zutaten wie zum Beispiel Beeren oder auch Bananen verarbeitet, funktioniert das ganze sogar mit einem Stabmixer. Insbesondere wer häufiger Smoothies genießen möchte, sollte aber dann auf einen leistungsstarken Mixer umsteigen.

An weiteren Küchengeräten kommt das zum Einsatz, was auch bei den meisten Saft Rezepten gefordert wird: Schneidebrett, scharfe Messer und schöne Gläser.

Kurzanleitung Smoothie selber machen

Hier eine Schritt für Schritt Anleitung für einen selbst gemachten Smoothie. In den Mixer kommt, was Dir schmeckt.

  • Du benötigst für Deinen Smoothie Basisflüssigkeit wie Wasser, Joghurt, Milch, Kokosmilch, Kokoswasser, ungesüßte Mandelmilch oder andere Pflanzenmilchsorten (Hafer, Soja, Reis).
  • Entscheide dich für eine Obstgrundlage zum Beispiel Banane, Pfirsiche, Mangos, Avocados. All diese Sorten sind gut geeignet, da sie wenig Wasser enthalten und dafür sorgen, dass der Smoothie eher cremig wird. Dazu sollten noch wasserreiche Obstsorten gemischt werden (Melone, Kirsche)
  • Idealerweise sollte noch etwas Gemüse, gerne Blattgemüse (Babyspinat) mit dazu kommen. Aber am Ende soll der Smoothie ja dir schmecken und beim ersten Smoothie muss ja noch nicht allzu sehr experimentiert werden.
  • Zutaten waschen, putzen, wenn nötig schälen (Bananen) und in Stücke schneiden, um dem Mixer etwas Arbeit abzunehmen. Je weniger Leistung der Mixer hat, desto gründlicher muss die Vorarbeit erfolgen.
  • In den Mixer kommen zunächst weiche Zutaten wie Beeren, Avocado oder Mango. Dann folgen die restlichen Zutaten und natürlich auch die sog. Basisflüssigkeit von oben. Davon lieber erst etwas weniger einfüllen. Dünnflüssiger bekommst Du einen solchen Smoothie immer noch.
  • Ein leistungsstarker Mixer sollte nach etwa einer Minute einen weich-cremigen Brei bzw. ein Püree gemixt haben. Sind die Zutaten zu fest, wird der Brei zu dickflüssig, dann entweder (kaltes) Wasser, Milch oder Joghurt mitmixen. Das gilt insbesondere bei zu festen Zutaten.
  • Am Ende kann der Smoothie natürlich noch mit Ingwer, Nüssen, Chiasamen oder auch Schmelzflocken abgerundet werden. Sogar Gewürze dürfen mit rein, hier sind Zimt und Kurkuma sehr beliebt.

Ziel beim Mixen sollte ein Shake sein, der nicht zu dünnflüssig, aber auch nicht zu dickflüssig ist. Ideal ist er, wenn der Smoothie sich auch noch durch einen Strohhalm trinken lässt.

Abwechslung pur

Smoothies gibt es in verschiedenen Variationen, Geschmacksrichtungen und Zusammensetzungen. Manche Smoothies bestehen nur aus Frucht, also aus Fruchtfleisch und Direktsäften. Die Banane bildet dabei häufig eine Grundzutat. Sie findet sich in vielen Rezepten wieder. Die sogenannten „grünen Smoothies“ bestehen aus Wasser, Blattgemüse oder Garten- oder Wildkräutern und reifen Früchten. Es gibt zudem Smoothies mit Joghurt, Milch, Eiscreme, Kokosmilch oder auch Nahrungsmittelergänzungen wie Proteinen, Mineralstoffen oder zusätzlichen Vitaminen, die besonders in den Vereinigten Staaten beliebt sind. Im Prinzip ist eine pürierte Banane mit kalter Milch auch ein Smoothie oder eben, so kenne ich das Getränk noch, ein Milchshake.

Warum sind Smoothies so gesund

Hier einige wichtige Punkte, warum gerade Smoothies so gesund sind und ebenso wie frische Gemüsesäfte nicht bei einer ausgewogenen Ernährung fehlen sollten.

  1. Zum einen sind Smoothies durch die Portion Obst und Gemüse darin eine natürliche Energiequelle, die dich aber eben auch mit Vitaminen, Nährstoffen und Mineralien versorgt.
  2. Durch diese optimale Kombination ist ein Smoothie auch ein Kick für dein Immunsystem. Damit bist du gerade in der kalten Jahreszeit optimal auch gegen Infekte geschützt.
  3. Ein Smoothie ist nicht nur eine Portion Obst und/oder Gemüse, er kann auch eine Zwischenmahlzeit oder ein Frühstück ersetzen. Soll der Smoothie das Frühstück ersetzen, dann sollten auch gesunde Fette (zum Beispiel aus Nüssen) enthalten sein. Ich rühre mir auch immer ein oder zwei Esslöffel Schmelzflocken (lösliche Haferflocken) unter. So bleibe ich bis zum Mittag satt.
  4. Smoothies wie auch Säfte bestehen aus frischen Früchten und Gemüsen. Damit stecken gerade Smoothies, die ja aus der gesamten Frucht hergestellt werden, voller Antioxidantien. Antioxidantien sind wichtig, denn sie halten unsere Zellen gesund, in dem sie freie Radikale abfangen. Damit schützt dieser Stoff vor oxidativen Stress und daraus entstehenden Krankheiten wie Krebs, Demenz und Rheuma.
  5. Smoothies sind so einfach herzustellen, dass sie fast schon Fast Food sind. Aber eben ein sehr gesundes Fast Food.

Saft vs. Smoothie?

Immunsystem stärken mit frischen Säften und Smoothies.
Frische Säfte und Smoothies für ein starkes Immunsystem.

Beides ist lecker, beides ist sehr gesund. Einen Smoothie kann man so mixen, dass daraus auch noch eine Zwischenmahlzeit oder ein Frühstück wird. Wobei gerade auch Säfte auf Karottensaft oder Orangensaftbasis sich auch mit Schmelzflocken sättigend aufwerten lassen. Ich trinke sehr gerne Säfte, mir gefällt es, nur Saft zu trinken und nicht noch Wasser, Kokoswasser oder auch Joghurt mit im Glas zu haben. Aber zwei bis drei Mal in der Woche, im Sommer gerne öfters, muss es dann eben auch ein Smoothie sein.

Das eigene Immunsystem stärken, das funktioniert mit leckeren Smoothies ebenso leicht und einfach wie mit frisch gepressten Säften aus der Saftpresse oder eben leckeren Säften mit verschiedenen Zutaten aus dem Entsafter.

Saft Rezepte

Smoothie als Müsli Ersatz

Eigentlich Smoothies ja ideal, um gesund in den Tag zu starten. Sie sind gehaltvoller als Saft aus dem Entsafter, aber mit einem richtigen Müsli können sie halt leider dann auch nicht mithalten. Zumindest beim Thema sättigen und vorhalten. Ebenso wie man natürlich jederzeit mit einem Saft aus dem Entsafter ein Müsli zubereiten kann oder einen Joghurt deutlich aufwerten, kann man auch mit einem Smoothie ein leckeres und gehaltvolles Frühstück zaubern (oder eine kleine Zwischenmahlzeit).

Dafür dann einfach nicht alle Zutaten bzw. Früchte in den Mixer geben, sondern eine Portion zu Seite stellen. Dann wird der fertige Smoothie (bei dem ruhig auch auf etwas Wasser verzichtet werden kann, er darf also gerne etwas dicker werden) mit  Schmelzflocken, zarten Haferflocken oder auch Chiasamen angerührt. Zusätzlich kann ein solches Smoothie-Frühstück immer auch mit gesunden Nüssen oder Kürbiskernen garniert werden. Auch Kokoksflocken passen sehr gut, Kakao Nibs (Schokonibs) sind ebenfalls ein gutes Extra.

Wichtig ist es auf zusätzlichen Zucker zu verzichten. So bleibt es ein gesundes Frühstück, das eben eigentlich ein Smoothie hätte werden sollen.